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Klinische Evidenz

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Inhaltsverzeichnis

Zendura-Materialien werden von der molekularen Ebene an entwickelt – und ebenso gründlich gemessen, getestet und validiert. Diese Seite fasst die publizierte Materialwissenschaft, unabhängige Forschung und reale klinische Erfahrungen hinter den Aligner- und Retainer-Materialien von Zendura zusammen.

Materialeigenschaften (standardisierte Prüfverfahren)
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Unsere Flaggschiff-Materialien werden nach international anerkannten ASTM-Normen charakterisiert. Die nachstehende Tabelle fasst die publizierten Werte für das starre einschichtige Retainer-Material Zendura A und das patentierte dreischichtige Aligner-Material Zendura FLX zusammen:

EigenschaftASTM-NormZendura A (Einschichtig)Zendura FLX (Dreischichtig)
Zug-ElastizitätsmodulD638~2.400–2.650 MPa~1.000–1.200 MPa
Zugfestigkeit (Streckgrenze)D638~41–48 MPa~10–15 MPa
Zugfestigkeit (Bruchgrenze)D638~50 MPa~40–45 MPa
Biege-ElastizitätsmodulD790~2.260 MPa (vor Thermoformung)~1.100–1.200 MPa
BiegefestigkeitD790~90–110 MPa~35–45 MPa
BruchdehnungD638~100–130%>130–150%
Spezifisches GewichtD7921,20 g/cm³~1,19 g/cm³
Härte (Außenschicht)D224082 Shore D~80 Shore D
Wasseraufnahme (24 h)D5700,18%~0,20%
LichtdurchlässigkeitD1003>90%>90%
Trübung (Haze)D1003<1,0%<1,0%

Dieser Kontrast ist gewollt: Die Zähigkeit und Festigkeit von Zendura A machen es zum Goldstandard für die langfristige posttherapeutische Retention, während die patentierte Struktur von Zendura FLX – starre Außenschalen über einem elastomeren Kern – optimal auf die aktive Zahnbewegung abgestimmt ist.

Kraftübertragung und Spannungsrelaxation
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Die Alignertherapie basiert auf der Fähigkeit eines Materials, über mehrere Tage hinweg eine sanfte, kontinuierliche Kraft in einer warmen, feuchten Umgebung (37 °C, ~100% relative Luftfeuchtigkeit) aufrechtzuerhalten. Viele Standardmaterialien verlieren den Großteil ihrer biologischen Kraft bereits in den ersten Behandlungstagen.

In Spannungsrelaxationsprüfungen unter intraoralen Bedingungen (1–5% Dehnung, 37 °C, 95–100% relative Feuchte, 24-Stunden-Zyklen) zeigen publizierte Ergebnisse:

  • Zendura FLX erfordert eine um ~40% geringere initiale Einsetzkraft für mehr Patientenkomfort, liefert jedoch über einen regulären Tragezeitraum von 7–10 Tagen bis zu 150% mehr kontinuierliche kieferorthopädische Kraft als herkömmliche PETG-Folien, deren Kraft rasch abfällt.
  • Zendura A entfaltet eine hohe Anfangskraft und behält seine Form gegenüber zahnbedingten Spannungen über bis zu drei Jahre Retainer-Tragezeit ohne Rissbildung bei.

Das Überwinden des „Kriechens“ (Creep) bei hydrophilem Polyurethan war ein meilensteinartiger Durchbruch: Da herkömmliches trockenes Tempern versagt, weil Polyurethan bei der Wiederbefeuchtung seine Spannungsausrichtung verliert, entwickelte und patentierte Bay Materials ein Verfahren zum Tempern in kontrolliert feuchter Atmosphäre, das die hydratisierte Struktur bewahrt und interne Spannungen abbaut (US-Patent Nr. 8,716,425).

Unabhängige Forschung
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Das Design des Gingivalschnitts hat einen größeren Einfluss auf die Aligner-Retention als Attachments. In einer im Journal of Clinical Orthodontics veröffentlichten Studie (Cowley, Mah & O’Toole, 2012) untersuchten Forscher die Retention tiefgezogener Aligner mit unterschiedlichen Randverläufen:

  • Ohne Attachments bot ein gerader Schnitt 2 mm oberhalb des Zahnfleischsaums etwa die doppelte Retentionskraft im Vergleich zu einem girlandenförmigen (festonierten) Schnitt entlang des Zahnfleischrands.
  • Mit Attachments war derselbe 2-mm-Schnitt mehr als viermal so retentiv wie ein girlandenförmiger Schnitt.

Mit anderen Worten: Wie die Apparatur getrimmt wird, kann für den Halt entscheidender sein als das Anbringen zusätzlicher Komposit-Attachments – eine Erkenntnis, die direkt in unsere Trimm- und Ausarbeitungsrichtlinien einfließt.

Klinische Praxis: In-Office-Fertigung von Alignern
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Publizierte Praxiserfahrungen von True Dental Care (Jersey City, NJ), einer Praxis, die den Großteil ihrer Aligner-Produktion auf einen digitalen In-Office-Workflow mit Zendura FLX umgestellt hat:

  • Patienten berichteten über minimale bis gar keine Schmerzen beim Tragen von FLX-Alignern.
  • Die Praxis plante sicher bis zu 0,5 mm Zahnbewegung pro Aligner.
  • Das Material lieferte zahnbewegende Kräfte über deutlich mehr als 10 Tage Tragezeit.
  • Die nachhaltige Krafterhaltung und der hohe Tragekomfort ermöglichten eine Verkürzung des Wechselintervalls von 14 Tagen auf 7 Tage pro Aligner.

Betrieblich verkürzte der Wechsel zur In-Office-Herstellung mit Zendura FLX die Durchlaufzeit von 2–3 Wochen (externe Vergabe) auf 1–2 Tage – und steigerte den Anteil der Aligner-Behandlungen auf über 20% des Praxisumsatzes.


Die Daten auf dieser Seite spiegeln bisher veröffentlichte Werte und Studien wider; einige Angaben stammen aus früherer Produktliteratur und dienen der Orientierung. Für aktuelle Validierungsdaten, behördliche Zulassungen oder Prüfzertifikate für ein spezifisches Material kontaktieren Sie unser Team – und beachten Sie die jeweiligen Gebrauchsanweisungen (IFU) und Sicherheitsdatenblätter (SDS).